Der Freisinger Martinszug

Neu: Lieder und Geschichten um den Hl.Martin, gesammelt und zusammengestellt von Josef Goerge gibt es hier zum Herunterladen! 

Das Fest des heiligen Martin wird in ganz Bayern begeistert von Tausenden von Kindern und ihren Eltern mit Martinsspielen, Laternenumzügen und Martinsliedern gefeiert. Die Pfarrgemeinden und Kindergärten organisieren im Umfeld dieses Tages die Martinsfeiern. In der Kirche oder auf einem öffentlichen Platz wird häufig ein Spiel aufgeführt, bei dem der heilige Martin seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilt. Hoch zu Ross reitet der heilige Martin den Umzügen voran.

Bild: R.Goerge
Einer der größten Martinszüge in ganz Bayern, der „Freisinger Sankt-Martins-Zug“ findet alljährlich in der Domstadt  statt. Unter der Schirmherrschaft von Weihbischof Bernhard Haßlberger und Oberbürgermeister Dieter Thalhammer lädt die Musikschule der Stadt Freising alljährlich im November zum Zug vom Marienplatz in der Innenstadt auf den Freisinger Domberg ein. Sankt Martin hoch zu Ross führt den Zug an und wird von den Kindern mit selbst gebastelten Laternen und mehreren Musikgruppen begleitet. Höhepunkte sind auf dem Domberg das Martinsspiel mit dem Teilen des Mantels, das Entzünden des großen „Martini-Feuers“ vor dem Missionskreuz und die Segnung der Kinder.
Mit dabei sind alle Jahre die Stadtkapelle Freising, das Jugendblasorchester der Musikschule, die „Freisinger Tanzlmusi" und die „Lerchenfelder Blasmusik". Weiterhin wirken mit: die Dom-Ministranten, Schüler und Lehrer der Paul-Gerhardt-Schule und der Grundschule St. Korbinian und der Heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe Freising sowie ein Kinderchor der städtischen Musikschule.
Der "Freisinger Sankt Martinszug" wird von der Musikschule der Stadt Freising veranstaltet.

Der Legende nach ist der römische Offizier Martin an einem kalten Winterabend auf ein Truppenlager in Amiens nördlich von Paris zugeritten. Plötzlich habe er am Wegrand einen halbnackten frierenden Bettler gesehen, der ihn um eine Gabe anflehte. Da er weder Geld noch Verpflegung bei sich hatte, soll Martin seinen weiten Offiziersmantel mit dem Schwert in der Mitte geteilt und die Hälfte dem Frierenden gegeben haben. In der Nacht sei ihm Christus im Traum erschienen, bekleidet mit der Mantelhälfte des Bettlers. Geboren wurde der heilige Martin im Jahre 316 in Pavia. Auf Wunsch seines Vaters wurde er Soldat. Mit 18 Jahren hatte er die Begegnung mit dem frierenden Bettler. Kurz darauf ließ er sich taufen. Er bemühte sich fortan, den Schwächeren zu helfen. Mit 40 Jahren nahm er seinen Abschied vom Militär und zog sich als Einsiedler auf die Insel Gallinaria im Golf von Genua zurück. Einige Jahre später gründete er in Poitiers eine Ordensfamilie. Im Jahre 371 wurde er auf Drängen des Volkes zum Bischof von Tours gewählt.

Die Legende berichtet, dass Martin sich in einem Stall versteckt habe, um der Wahl zu entgehen. Die Gänse aber hätten ihn durch ihr lautes Schnattern verraten. Daher stammt der Brauch der Martinsgans. Der heilige Bischof Martin starb auf einer Missionsreise am 8. November 397. Am 11. November – seinem Gedenktag - wurde er beerdigt. Er ist Patron der Armen, der Soldaten und Reiter, aber auch der Gastwirte und Hoteliers. In Bayern ist der heilige Martin einer der beliebtesten Patrone.

 

Musikschule
der Stadt Freising

Geschäftsstelle:
Kölblstr. 2 (Eckher-Haus)
85356 Freising

Telefon (0 81 61) 54-2 00 00
Telefax (0 81 61) 54-3 00 00

E-Mail: musikschule@freising.de